Rohdaten
Definition
Rohdaten bezeichnen unverarbeitete, original erfasste Daten, die direkt aus Messungen, Experimenten oder Analysen stammen. Sie liegen ohne Interpretation, Aggregation oder statistische Aufbereitung vor und bilden die primäre Grundlage für Auswertungen, Analysen und Entscheidungen im Labor.
Erweiterte Erklärung
In der Forschung & Entwicklung entstehen Rohdaten beispielsweise durch Analysegeräte, Sensoren, Prüfstände oder manuelle Erfassungen. Dazu zählen Messwerte, Zeitreihen, Spektren, Bilder oder Prozessparameter. Rohdaten spiegeln den ursprünglichen Zustand der erfassten Information wider und sind frei von Annahmen oder Modellierungen.
Traditionell werden Rohdaten häufig lokal gespeichert oder in unterschiedlichen Formaten abgelegt, was ihre spätere Nutzung erschwert. Ohne strukturierte Verwaltung gehen Kontextinformationen verloren, Daten werden überschrieben oder sind nicht mehr eindeutig nachvollziehbar. Eine systematische Erfassung und Verwaltung von Rohdaten ist daher entscheidend für Reproduzierbarkeit, Qualitätssicherung und datenbasierte Entwicklung.
Rohdaten bilden die Basis für weiterführende Schritte wie Datenaufbereitung, Analyse, Visualisierung und den Einsatz von KI-gestützten Modellen. Ihre Qualität, Vollständigkeit und Nachvollziehbarkeit bestimmen maßgeblich die Aussagekraft aller darauf aufbauenden Ergebnisse.
Zentrale Aspekte von Rohdaten:
- Unverarbeiteter Zustand
Direkte Ergebnisse aus Messungen oder Experimenten - Hohe Detailtiefe
Enthalten alle ursprünglichen Informationen ohne Verdichtung - Nachvollziehbarkeit
Ermöglichen Rückverfolgbarkeit und Reproduzierbarkeit - Grundlage für Analytik & KI
Ausgangspunkt für Auswertungen, Modelle und Prognosen - Kontextabhängigkeit
Benötigen Metadaten wie Zeit, Gerät, Methode oder Probe
Relevanz für LabV
LabV stellt sicher, dass Rohdaten aus Analysegeräten und Laborprozessen vollständig, strukturiert und nachvollziehbar erfasst werden. Anstatt Rohdaten isoliert oder unstrukturiert abzulegen, verknüpft LabV sie mit Metadaten, Proben, Rezepturen und Qualitätsinformationen. Dadurch bleiben Rohdaten langfristig nutzbar und bilden eine verlässliche Basis für Material Intelligence, KI-gestützte Analysen und fundierte Entscheidungen in F&E und QS.
FAQ
Warum sind Rohdaten im Labor so wichtig?
Sie ermöglichen Transparenz, Reproduzierbarkeit und eine objektive Bewertung von Ergebnissen. Ohne Rohdaten lassen sich Analysen nicht zuverlässig überprüfen oder weiterverwenden.
Was ist der Unterschied zwischen Rohdaten und aufbereiteten Daten?
Rohdaten sind unverändert und nicht interpretiert, während aufbereitete Daten bereits gefiltert, aggregiert oder statistisch ausgewertet wurden.
Wie sollten Rohdaten gespeichert werden?
Idealerweise zentral, versioniert und mit relevanten Metadaten verknüpft, um langfristige Nutzung, Vergleichbarkeit und Analyse zu ermöglichen.
Synonyme & verwandte Begriffe
Primärdaten, Originaldaten, Messdaten, unbearbeitete Daten, Ausgangsdaten
Interne Links
Datenintegration im Labor, Datensynchronisation, Laborinformatik, KI im Labor, Material Intelligence