Datenintegration im Labor
Definition
Datenintegration im Labor bezeichnet den Prozess, bei dem Daten aus unterschiedlichen Labor-, Analyse- und Unternehmenssystemen strukturiert zusammengeführt werden. Ziel ist es, eine zentrale, konsistente Datenbasis zu schaffen, die eine effiziente Auswertung, bessere Entscheidungsfindung und durchgängige digitale Laborprozesse ermöglicht.
Erweiterte Erklärung
In modernen Laborumgebungen entstehen Daten in vielen Systemen gleichzeitig – etwa in Analysegeräten, LIMS, ELNs, ERP-Systemen oder externen Datenquellen. Ohne Datenintegration bleiben diese Informationen oft in isolierten Datensilos gespeichert, was zu Medienbrüchen, manuellen Übertragungen und Inkonsistenzen führt.
Datenintegration verbindet diese Quellen technisch und semantisch, sodass strukturierte und unstrukturierte Daten gemeinsam genutzt und ausgewertet werden können. Sie bildet die Grundlage für Laborinformatik, KI-gestützte Analysen und Material Intelligence. Im Gegensatz zur Datensynchronisation, die Datenstände aktuell hält, fokussiert sich Datenintegration auf das systematische Zusammenführen und Verknüpfen von Daten.
Zentrale Aspekte der Datenintegration im Labor:
- Systemübergreifende Datenzusammenführung
Integration von LIMS, ELNs, Analysegeräten, ERP-Systemen und Cloud-Quellen - Strukturierung & Standardisierung
Vereinheitlichung von Datenformaten, Metadaten und Terminologien - Automatisierte Datenerfassung
Reduzierung manueller Eingaben und Medienbrüche - Zentrale Datenbasis
Schaffung einer „Single Source of Truth“ für Labor- und Materialdaten - Basis für KI & Analytik
Ermöglicht prädiktive Analysen, Trenderkennung und datenbasierte Entscheidungen
Relevanz für LabV
LabV setzt Datenintegration im Labor ein, um Materialdaten, Versuchsergebnisse und Qualitätsinformationen aus verschiedenen Quellen zentral verfügbar zu machen. Durch die nahtlose Integration von Analysegeräten, LIMS, ELNs und weiteren Systemen eliminiert LabV Datensilos und schafft eine einheitliche Datenbasis für Material Intelligence. Dies ermöglicht F&E- und QS-Teams, Zusammenhänge schneller zu erkennen, KI-gestützte Analysen anzuwenden und fundierte Entscheidungen über den gesamten Materiallebenszyklus hinweg zu treffen.
FAQ
Warum ist Datenintegration im Labor wichtig?
Sie reduziert manuelle Datenübertragungen, vermeidet Inkonsistenzen und ermöglicht eine ganzheitliche Sicht auf Labor- und Materialdaten – eine Voraussetzung für Effizienz, Qualitätssicherung und Digitalisierung.
Was ist der Unterschied zwischen Datenintegration und Datensynchronisation?
Datenintegration beschreibt das Zusammenführen von Daten aus verschiedenen Quellen, während Datensynchronisation sicherstellt, dass diese Daten über Systeme hinweg aktuell und konsistent bleiben.
Welche Systeme werden typischerweise integriert?
Typische Systeme sind Analysegeräte, LIMS, ELNs, ERP-Systeme, Cloud-Datenbanken sowie spezialisierte Materialdatenplattformen.
Synonyme & verwandte Begriffe
Labordatenintegration, Systemintegration im Labor, Datenvernetzung, integrierte Labordaten, Datenaggregation
Interne Links
Datensynchronisation, Laborinformatik, LIMS, Cloud Computing, Material Intelligence, KI im Labor